Krankheiten Krankheiten: Nematoden


Krankheiten an Pflanzen durch Nematoden
  • Gallenbildung an Wurzeln, Stengeln, Knollen und Zwiebeln
  • Zystenbildung an Wurzeln
  • Verkrüppelungen der jungen Wurzeln
  • Kümmerwuchs
  • Blattverfärbungen
  • durch den Befall, bilden von Eintrittspforten für weitere Schädlinge

Nematoden sind winzige, fadenförmige und parasitisch lebende Tiere, weshalb sie auch als Fadenwürmer oder Älchen bezeichnet werden. Pflanzenschädigende Nematoden erreichen eine maximale Größe von 1 mm. Die von Nematoden befallenen Pflanzenzellen werden mit einem Mundstachel angestochen und der Zellsaft ausgesaugt. Dabei kommt es durch die abgesonderte Speichelflüssigkeit zu Wurzelverkrüppelungen oder Gallenbildung, was wiederum zu einer Schwächung der Wirtspflanzen führt und sie somit für einen sekundären Schadensbefall, z.B. durch Bakterien oder Pilze, anfälliger werden läßt.

Einzelne Arten unter den Nematoden sind für die eigene Vermehrung auf bestimmte Wirts- pflanzen angewiesen. Die pflanzenschädigenden Nematoden lassen sich aufgrund der verschiedenen Lebens- und Ernährungsweisen in mehrere Gruppen unterteilen.

  • wandernde Wurzelnematoden,

    • sind freilebend und unabhängig in der Auswahl ihrer Wirtspflanze. Sie schwimmen in der Bodenlösung und dringen zur Vermehrung in die Wurzels- pitzen ein. Nach der Vermehrung wandern sie weiter von Wurzel zu Wurzel und sind auch teilweise befähigt bis ins Rindengewebe ihrer Wirtspflanze vordringen zu können.

  • Zystenbildende Nematoden

    • hier bohren sich die Weibchen in die Wurzel ein. Der mit Eiern gefüllte Hinter- leib schwillt an, sprengt die Wurzel und verbleibt im Erdreich, während der Saugrüssel des Weibchens noch in der Wurzel sitzt. Durch das absterben der Nematode bildet sich eine Zyste (Schutzhülle) aus, in der die Eier und Larven langfristig überleben und sich bis zur eigenen Reife entwickeln können.

  • Gallenbildende Nematoden

    • bei den gallenbildenden Nematoden wird die befallene Wurzel zur Bildung von Verdickungen (Gallen) angeregt. Dort leben die Nematoden und nutzen die Verdickungen auch als Eiablage. Auch sie schwimmen im Bodenwasser. Die Ausformungen der Gallen sind je nach Nematoden-Art und Wirtspflanze verschieden.
Auch im oberirdischen Bereich finden sich Nematoden. Sie sind in der Lage mittels eines Wasserfilms für eine Infizierung von Stengel und Blätter zu sorgen. Dabei dringen sie über Spaltöffnungen in das Gewebe ihrer Wirtspflanze ein.

Eine Möglichkeit zur Bekämpfung besteht darin, die befallenen Pflanzen mitsamt ihrem Wurzelwerk zu entfernen und eventuell befallene Flächen zu entseuchen oder zumindest nicht mit anfälligen Pflanzen weiter zu kultivieren.

- Viren; - Bakterien; - Nematoden; - Milben; - Blattläuse; - Zikaden; - Käferarten;
- Schmetterlinge; - Wespenarten; - Blatt/Nadelpilze
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